Anerkennung

Ist es eigentlich tragisch, wenn man für das, was man tut, keinerlei Anerkennung bekommt? Wenn ein Kind z.B. anfängt Bücher zu lesen, sich für das eine oder andere Hobby zu begeistern beginnt oder immer fleißig lernt und niemand zu ihm sagt: "Toll! Das ist gut. Mach weiter so." Was passiert dann mit den Ambitionen, die es an den Tag legt? Werden sie immer unwichtiger bis sie eines Tages gänzlich verschwunden sind? Warum zeigen einige Menschen ihre Anerkennung nicht einfach mal? Warum nehmen manche Eltern es als selbstverstänlich hin, dass ihr Kind lernt, Bücher liest und Hobbies hat?
Und warum sind die Leute nicht in der Lage, sich selbst zu belohnen, wenn sie etwas erreicht haben? Wenn ich mich so umsehe sind da so viele, die sich zu allem zwingen müssen. Die keine Freude an dem haben, was sie tun. Eben weil niemand da ist, der sich darüber freut oder es wahrnimmt. Nicht einmal sie selber. Dabei ist es doch so wichtig, ein positives Feedback zu erhalten. Von wem es kommt, spielt dabei sicher eine eher untergeordnete Rolle. Wer, wenn nicht wir selber, sollte mit dem, was wir tun glücklich sein. Die Anerkennung von außen mag ja schön sein. Aber wenn wir sie nicht einfordern, bekommen wir sie sicher nicht. Auch nicht von uns selbst.

Und wenn wir anderen diese kleinen Aufmerksamkeiten nicht zugestehen, ist es doch kein Wunder, dass wir selber sie auch nicht bekommen. Und irgendwann vergessen wir sogar, uns selber diese Aufmerksamkeit zu schenken und uns über das zu freuen, was wir tun und erreichen. Dann wird alles unwichtig und der Sinn dessen, was wir tun, ist verlorengegangen.

Vielleicht ist es einfacher, als wir denken, den Sinn unseres Lebens zu finden. Vielleicht brauchen wir nur hinzusehen. Möglich, dass er direkt vor uns liegt und nur darauf wartet, wahrgenommen zu werden.
1.8.05 07:08


Gefunden...

Wenn ich eine alte Frau bin, werde ich knallrot tragen
mit einem roten Hut, der nicht dazupasst und mir nicht steht.
Und ich werde meine Pension für Brandy und Sommerhandschuhe ausgeben und für Satinsandalen, und sagen, wir haben kein Geld für Butter.
Ich werde mich auf den Gehsteig setzen, wenn ich müde bin, und die Kostproben in den Geschäften aufessen und Alarmknöpfe drücken und meinen Stock an den Geländern entlangrattern lassen und mich für meine nüchterne Jugend schadlos halten.
Ich werde in Pantoffeln in den Regen gehen und die Blumen in anderer Leute Garten pflücken und lernen, wie man spuckt.

Du kannst schreckliche Hemden anziehen und dicker werden und drei Pfund Würstchen auf einmal essen oder eine Woche lang nur Brot und Gurken und Kugelschreiber und Bleistifte und Bierdeckel und Sachen in Schachteln hamstern.

Aber jetzt müssen wir Kleidung haben, die uns warm hält, und sollen unsere Miete zahlen und nicht auf der Straße fluchen und den Kindern ein gutes Beispiel geben.
Wir müssen Freunde zum Essen einladen und Zeitungen lesen.

Aber vielleicht sollte ich schon ein bisschen üben?
Damit die Leute, die mich kennen, nicht zu sehr erschrecken, wenn ich plötzlich alt bin und anfange, Knallrot zu tragen.


Das Gedicht wurde 1961 von Jenny Joseph in englischer Sprache geschrieben und ist weltweit bekannt. 1996 war es in Großbritannien das Gedicht des Jahres.

Und ich finde es irgendwie einfach schön...

gelesen bei Wetterhexe
7.8.05 14:15


Beim Sex setzt das Denken aus

Das Team um Gert Holstege an der niederländischen Universität von Groningen hat herausgefunden, dass einige Gehirnregionen beim Orgasmus abgeschaltet werden.
Jetzt ist mir auch klar, warum man bei einigen Menschen das Gefühl hat, sie hätten ihr Hirn verlegt oder irgendwo abgegeben. Diese Menschen sind nicht etwa von Natur aus mit weniger Intelligenz geschlagen. Nein. Sie laufen mit einem Dauerorgasmus durchs Leben. Beneidenswert... *g*

Bei den Untersuchungen hatte man übrigens ein kleines Problem: Die Aufzeichnungen der Männer waren wenig aufschlussreich, weil der Scanner etwa zwei Minuten benötigt, um etwas eindeutiges aufzuzeichnen. Aber das Männer schneller sind als Frauen ist ja nichts Neues.
Was für Frau neu sein mag ist, dass es nicht immer auf die Quantität ankommt. Auch die Qualität hat ihre Reize. Mann kommt zwar öfter in den Genuss eines Orgasmus, dafür darf Frau ihn länger genießen.
Mutter Natur ist eben doch gerecht.

via Heise
11.8.05 07:20


Nummer

Wer in einer Firma tätig ist und mehr oder weniger regelmäßig das Faxgerät um seine Ausdrucke erleichtert, kennt gewiss auch diese interessanten, (über)lebensnotwendigen und äußerst informativen Botschaften, die einige geschäftstüchtige Menschen via Telefax verschicken.
Hiermit möchte ich diesen armen gequälten Seelen bei ihrer Suche nach neuen Opfern und Nummern tatkräftig zur Seite stehen. Deshalb hier meine Nummer:

fax: 0 19 08 / 62 39 74-50
nur für faxspammer
1,86 euro/minute
hello spiders
13.8.05 21:46


Ohne Worte...

Mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will groß sein, will siegen, will froh sein, nie lügen,
mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will alles, oder nichts.

Für mich, soll's rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Die Welt sollte sich umgestalten,
und ihre Sorgen für sich behalten.

Und später, sagte ich noch, ich möchte,
verstehen, viel sehen, erfahren, bewahren,
und später, sagte ich noch, ich möcht',
nicht allein sein, und doch frei sein.

Für mich soll's rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Das Glück sollte sich sanft verhalten,
es sollte mein Schicksal, mit Liebe verwalten.

Und heute sage ich still, ich sollte,
mich fügen, begnügen, ich kann mich nicht fügen,
kann mich nicht begnügen, will immer noch siegen,
will alles, oder nichts.

Für mich, soll's rote Rosen regnen,
mir sollten ganz neue Wunder begegnen.
Mich fern, von altem Neu entfalten,
von dem was erwartet, das meiste halten.
Ich will..., Ich will...!


Hildegard Knef
13.8.05 22:43


Ich blogge, also bin ich

Was hinschreiben, auch wenn nichts passiert: 280.000 Deutsche vertrauen sich ihrem Web-Tagebuch an - und damit dem Rest der Welt. Warum lassen Blogger öffentlich die Hosen runter?
.....
Nach der Statistik sind in Deutschland nur 280.000 Blogger aktiv. 3 Millionen Blogs gibt es allein im Nachbarland Frankreich, 15 Millionen in Südkorea und 15-30 Millionen in den USA. Hierzulande scheint der Hype wieder mal erst etwas später anzukommen. Die Weblogs, die bei internationalen Onlinediensten wie MSN oder AOL eingerichtet wurden, sind bei der Länderverteilung noch nicht mal eingerechnet. Allein beim Blogdienst Xanga sind 40 Millionen User registriert. Da stellt sich erst recht die Frage, wer das alles lesen soll. Und was sind die Beweggründe der privaten Macher? Geltungsdrang, Mitteilungsbedürfnis, Eitelkeit, der Wunsch nach Selbstdarstellung mit Hang zum Seelenexhibitionismus? Oder ist es nur das Bedürfnis, mit anderen in Kontakt zu kommen, zu kommunizieren? Die Motivationen, Weblogs zu betreiben, sind wohl so unterschiedlich wie die Weblogs selbst.
.....


Das ganze Werk darf sich der interessierte Leser bei der TAZ anschauen.

Tja... Warum tun die Leute sowas nur? Warum spricht man bloß mit anderen Menschen? Wer weiß das schon!? Und wie kommt man nur auf solche Fragen??? *gg*
16.8.05 22:53


Rad ab...

Nach einem langen Tag, vollgepackt mit Arbeit, bin ich heute Abend nach Hause gefahren. Es war ein sehr angenehmer Abend. Die Dämmerung brach herein und der Mond ging gerade auf. Der sah soo schön aus. Ich wünschte, ich hätte einen Fotoapparat dabei gehabt.
Jedenfalls fahre ich so die Allee entlang, betrachte gelegentlich den Mond und freue mich auf den Feierabend als ich plötzlich, ganz knapp vor mir, einen Radfahrer entdecke. Und natürlich ist der ausgerechnet während der Dämmerung unterwegs. Ohne Licht! Man sieht da sowieso sehr schlecht. Aber der Herr muss ja trotzdem fahren. Das Blinkersetzen, nach hinten schauen und Ausweichen war alles eins. Zum Glück kam nichts von vorne, sonst wäre es unschön ausgegangen. Solche Leute gehören verboten!!!
Ich rege mich ja selten über Radfahrer auf. Die sind ein sehr eigenes Völkchen. Das ist schließlich hinlänglich bekannt. Außerdem fahre ich auch viel mit dem Rad. Aber dieser hatte eindeutig 'n Rad ab und gehört weggesperrt.
18.8.05 22:18


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