Die spinnen

Vor nunmehr genau einem Jahr hat mein Kabelnetz-Anbieter den Anschluss gekündigt. Wegen "Zahlungsunwilligkeit", wie es hieß. Ich geb ja zu, dass ich die Gebühren eher unregelmäßig überwiesen hab. Aber ich hab sie immerhin bezahlt. Jetzt hab ich also seit einem Jahr keinen Anbieter mehr und zahle auch nichts für den Anschluss, kann aber trotzdem weitergucken. Ich vermute mal, die haben einfach vergessen, den Anschluss abzuklemmen. Nun - mir soll es recht sein.
Die Krönung der (für mich eigentlich seit langem abgeschlossenen) Geschichte kam dann gestern per Post. Neugierig, wie ich bin, hab ich den Brief gleich geöffnet und finde eine Gutschrift für den Monat November vor. Es sind zwar nur rund 14 Euros, aber immerhin.
Das eine steht jedenfalls fest: Die spinnen, die Kabelaner.
2.12.06 10:06


Investitionen

So. Hab mich heute nahezu komplett neu eingekleidet. 2 Pullover, 2 Kapuzenshirts, 1 Hemd, das von innen gesteppt ist und 2 Hosen. Und das ganze für 50 Euros. Und da ich schon am Geld ausgeben war, hab ich mir noch 2 Schälchen und 4 Kerzen gegönnt. Insgesamt hat mich der Spaß dann 60 Euros gekostet. Was will man mehr.
Außerdem hab ich noch selbstgebackene Kekse von zwei jungen Damen geschenkt bekommen. Die beiden sind allerdings erst 4 bzw. 6 Jahre alt. Lecker sind sie trotzdem.
2.12.06 17:22


Abhängigkeiten

Es ist fast schon beängstigend, wie sehr man sich an die mittlerweile wie selbstverständlich scheinenden Kommunikationsmöglichkeiten gewöhnen kann.
Nachdem bei uns in der Firma neue Telefone samt Anlage und einem neuen Tarif ihren Platz gefunden haben, stellte man mit Entsetzen fest, dass eben dieser Tarif kein DSL vorsieht. Jetzt ist die alte Nummer weg und das Internet macht einen Bogen um meinen Rechner. Keine Mails mehr zwischendurch. Keine kostenfreien SMS mehr. Stattdessen verzweifeltes tippen auf der Handytastatur. Ich bin von der Welt abgeschnitten. *fassungslos ist*
Ich hoffe, dass wenigstens in den nächsten Tagen eine (vorsintflutliche) ISDN-Verbindung möglich ist. Dann kann ich wenigstens ein oder zwei Mal am Tag meine Mails abrufen.

Wie sehr man sich an diesen Komfort gewöhnt hat, merkt man erst, wenn er fehlt. Glücklicherweise bleibe ich wenigstens zu Hause von solcherlei Unannehmlichkeiten verschont.
4.12.06 22:40


Besuch

Am Wochenende ist es wieder soweit. Der alljähliche Besuch des Rostocker Weihnachtsmarktes steht an. Und damit verbunden ein lang ersehnter Besuch. Wobei letzterer im Vordergrund steht. Der Markt ist nur eine nette Zugabe. Obwohl - weihnachtlich wird es wohl kaum werden. Aber ich denke, für ein Glas heißen Mets reicht es allemal.

Wo ich gerade bei Besuch und Veranstaltung bin... In dreieinhalb Wochen gibt es in Hamburg Subway to Sally auf die Ohren. Das wird ein Spaß. *freu*

Damit sich der neugierige Besucher auch ein Bild von der Musik machen kann, hier noch eine kleine Kostprobe. Am besten sollte es im Hintergrund laufen. Das Video dazu passt einfach nicht.

4.12.06 22:53


Bilder...

sind der größte Betrug. Sie schneiden eine hauchdünne Scheibe aus der Realität heraus und wollen uns weismachen, das sei ein Abbild der Welt. Dabei sind sie nicht einmal in der Lage, den Moment einzufangen. Alles, was darauf zu sehen ist, ist Leere.
6.12.06 00:14


Das Wochenende

Nu isses vorbei, das Wochenende. War es ja gestern schon. Aber irgendwie bin ich gar nicht mehr zur Ruhe gekommen. Somit gibt es auch erst jetzt ein paar Zeilen dazu.

Bin Freitag kurz vor halb neun gestartet und hab es mir im Zug bequem gemacht. Oder vielmehr hab ich es versucht. Bei den Massen an Menschen, die sich da zusammengefunden haben, war das gar nicht so einfach. Nach einer dreiviertel Stunde Aufenthalt, die ich für ein kleines Frühstück genutzt habe, ging es dann weiter Richtung Rostock. Die erste Amtshandlung bestand in einem gemütlichen Mittagessen zu zweit. Gab lecker Kartoffelgratin. Wir sind anschließend zum Freizeitzentrum weitergezogen, wo eine Weihnachtsveranstaltung geplant war. Die erste Hürde war der fehlende Schlüssel, so das sich die Massen an Mitarbeitern und Helfern draußen ansammelten, anstatt drinnen in eifriger Geschäftigkeit alles vorzubereiten. Aber wir haben es dann doch noch rechtzeitig geschafft.
Zu lernen gab es auch was: Ich weiß jetzt, wie man Schokofrüchte macht und wie man solche Weidenkugeln fabriziert. Diese hier hab ich ganz alleine hinbekommen.
OK... beim Anfang hat mir jemand anderes geholfen. Aber den nächsten kriege ich alleine hin. *stolz ist*
Nachdem der ganze Zauber um 18.00 vorbei war, wurde noch zu einem leckeren Gläschen Glühwein für alle Helfer geladen.

Anschließend haben wir uns dann dem Rostocker Weihnachtsmarkt gewidmet. Wir sind in aller Ruhe von einem Ende ans andere spaziert, haben Rauchwurst und Fleischspieße gegessen und den Leuten zugesehen. Es gab Sternenhimmel, unter denen man hindurchlaufen konnte und Honigsenf zum Probieren. Die Krönung der Leckereien waren aber die Becher heißen Mets. Ohne dem geht's einfach nicht.
Alles in Allem ein wirklich schöner Tag. Wenn auch recht anstrengend. Ich war doch ganz schön geschafft am Abend.
Den Sontag haben wir dann auch sehr ruhig gestaltet. Mit einem späten Frühstück, das schon eher ein Brunch war und bei einem lstigen Spiel.
Die Heimfahrt erwies sich dann leider als kleine Herausforderung. Bin gegen halb vier gestartet und kam erst nach 18.00 zu Hause an. Schuld war, wie kann es anders sein, die verspätete Bahn. Dadurch war mein Anschluss weg. Der Fahrplan hat mich obendrein auch noch angelogen. Wäre es nach dem gegangen, hätte ich eine halbe Stunde später mit einem Zug weiterfahren können. Daher habe ich auch auf den Fußmarsch, der eine gute halbe Stunde gedauert hätte, verzichtet. Nachdem sich aber ein anderer Zug auf dem Gleis ausgebreitet hatte, wo meiner fahren sollte, habe ich einen weiteren Plan konsultiert, der direkt am Bahnsteig aushing. Der hat mich dann aufgeklärt, dass die Fahrpläne just an diesem Tag umgestellt wurden und ich eine weitere halbe Stunde in der Kälte des Bahnsteigs verbringen darf. Klasse Sache, das. Aber ich war tapfer und hab es letztlich doch noch nach Hause geschafft.
11.12.06 22:22


Bahnfahrten

Ich kann mir nicht helfen. Aber Bahnfahrten sind irgendwie wie ein Leben im Zeitraffer. Man steigt ein, schaut sich um und nach ein paar Minuten hat man das Gefühl, in vertraute Gesichter zu blicken. Man bekommt vielleicht ein paar Gesprächsfetzen mit oder sieht das Buch in der Hand eines Reisenden und kann sich dadurch einen kleinen Eindruck von den Menschen verschaffen.
Nach und nach jedoch verschwinden die so schnell vertraut gewordenen Gesichter. Dort, wo eben noch jemand saß, ist der Platz leer. Ein anderer wird von einem fremden Menschen belegt. Und plötzlich ist keines der vertrauten Gesichter mehr da.
11.12.06 22:50


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