Erlebt

Von Möbeln und Spielleuten

Die letzten beiden Tage gestalteten sich betriebsam, wie selten. Vorgestern in Hamburg Möbel abgeholt. Die Aktion sollte ca. eine halbe Stunde dauern, nahm dann aber dank mangelnder Vorbereitung des Verkäufers weit über 2 Stunden in Anspruch. Als das dann erledigt war, hab ich mich absetzen lassen und bin zum Schwesterherz weitergezogen. Schließlich wollten wir den Nachmittag zusammen verbringen (wovon sowieso schon nichts mehr übrig war) und am Abend ein Konzert genießen. Subway To Sally spielte im Docks - einem kleinen Hamburger Club.
Das Konzert war jedenfalls hammergeil. Prächtige Stimmung, textsichere Besucher und eine Band, die es versteht, zu spielen. Bei Songs wie Eisblumen (mein absoluter Favorit unter den Titeln des Abends), Das Rätsel, Kleid aus Rosen oder Traum vom Tod konnte man mal wieder die Stimme testen. Alles in Allem war der Abend einfach nur genial.
Der nächste Tag war dann zwar auch sehr schön, aber um Längen anstrengender. Um fünf wieder aufgestanden, um sechs das Haus verlassen und mit dem Lkw zum Umzug gestartet. Ein komplettes Büro wollte die Lokalität wechseln. Am Ort des Geschehens haben wir also erstmal die Möbel, die wir am Vortag geholt hatten, ausgeladen und sind dann zum Büro weitergezogen, um dort alles einzupacken und anschließend ebenfalls in die neuen Räumlichkeiten zu schaffen. Glücklicherweise waren die Helfer zahlreich und im Großem und Ganzen recht guter Stimmung. So hatte auch dieser Tag einen guten Spaßfaktor. Abgeschlossen wurde er dann durch ein kleines Abendessen zu dritt mit lecker Pasta, einer Dusche und meinem Bett, das schon sehnsüchtig auf mich wartete.
Es darf jetzt also wieder Normalität einkehren. *g*
30.12.06 10:33


Das Wochenende

Nu isses vorbei, das Wochenende. War es ja gestern schon. Aber irgendwie bin ich gar nicht mehr zur Ruhe gekommen. Somit gibt es auch erst jetzt ein paar Zeilen dazu.

Bin Freitag kurz vor halb neun gestartet und hab es mir im Zug bequem gemacht. Oder vielmehr hab ich es versucht. Bei den Massen an Menschen, die sich da zusammengefunden haben, war das gar nicht so einfach. Nach einer dreiviertel Stunde Aufenthalt, die ich für ein kleines Frühstück genutzt habe, ging es dann weiter Richtung Rostock. Die erste Amtshandlung bestand in einem gemütlichen Mittagessen zu zweit. Gab lecker Kartoffelgratin. Wir sind anschließend zum Freizeitzentrum weitergezogen, wo eine Weihnachtsveranstaltung geplant war. Die erste Hürde war der fehlende Schlüssel, so das sich die Massen an Mitarbeitern und Helfern draußen ansammelten, anstatt drinnen in eifriger Geschäftigkeit alles vorzubereiten. Aber wir haben es dann doch noch rechtzeitig geschafft.
Zu lernen gab es auch was: Ich weiß jetzt, wie man Schokofrüchte macht und wie man solche Weidenkugeln fabriziert. Diese hier hab ich ganz alleine hinbekommen.
OK... beim Anfang hat mir jemand anderes geholfen. Aber den nächsten kriege ich alleine hin. *stolz ist*
Nachdem der ganze Zauber um 18.00 vorbei war, wurde noch zu einem leckeren Gläschen Glühwein für alle Helfer geladen.

Anschließend haben wir uns dann dem Rostocker Weihnachtsmarkt gewidmet. Wir sind in aller Ruhe von einem Ende ans andere spaziert, haben Rauchwurst und Fleischspieße gegessen und den Leuten zugesehen. Es gab Sternenhimmel, unter denen man hindurchlaufen konnte und Honigsenf zum Probieren. Die Krönung der Leckereien waren aber die Becher heißen Mets. Ohne dem geht's einfach nicht.
Alles in Allem ein wirklich schöner Tag. Wenn auch recht anstrengend. Ich war doch ganz schön geschafft am Abend.
Den Sontag haben wir dann auch sehr ruhig gestaltet. Mit einem späten Frühstück, das schon eher ein Brunch war und bei einem lstigen Spiel.
Die Heimfahrt erwies sich dann leider als kleine Herausforderung. Bin gegen halb vier gestartet und kam erst nach 18.00 zu Hause an. Schuld war, wie kann es anders sein, die verspätete Bahn. Dadurch war mein Anschluss weg. Der Fahrplan hat mich obendrein auch noch angelogen. Wäre es nach dem gegangen, hätte ich eine halbe Stunde später mit einem Zug weiterfahren können. Daher habe ich auch auf den Fußmarsch, der eine gute halbe Stunde gedauert hätte, verzichtet. Nachdem sich aber ein anderer Zug auf dem Gleis ausgebreitet hatte, wo meiner fahren sollte, habe ich einen weiteren Plan konsultiert, der direkt am Bahnsteig aushing. Der hat mich dann aufgeklärt, dass die Fahrpläne just an diesem Tag umgestellt wurden und ich eine weitere halbe Stunde in der Kälte des Bahnsteigs verbringen darf. Klasse Sache, das. Aber ich war tapfer und hab es letztlich doch noch nach Hause geschafft.
11.12.06 22:22


Unterwegs

Gestern mal wieder in Schwerin gewesen. Ich nehme immer den Zug, um dort hinzukommen und wundere mich jedes mal aufs neue, dass die Preise wieder um ein paar Cent gestiegen sind. Das Bahnfahren wird so langsam zum Luxus. Aber es ist meist recht unterhaltsam. Konnte mir die halbe Fahrt über anhören, wer mit wem geht, wer mit wem in die Kiste hüpft und warum. Tja, so sind junge Mädchen, wenn man ihnen ein Telefon in die Hand drückt.

Dort angekommen, hab ich eine Freundin besucht. War ja der Grund, warum ich dort war. Wir haben Kaffee getrunken und erzählt, sind dann aufgebrochen, um die neue Wohnung zu besichtigen. Bin mal gespannt, wie sie aussieht, wenn alles fertig ist. Allerdings graut es mir vor dem Umzug. Zu viele Treppen, die es unzählige Male zu bewältigen gilt. Aber bis dahin bleibt ja noch ein Monat Zeit.

Anschließend haben wir noch einen kleinen Einkaufbummel unternommen. Jetzt nenne ich ein Headset mein eigen. Das alte hatte einen Wackelkontakt und machte das Telefonieren es zu einem echten Erlebnis. Aber für 4,50 kann man das schon mitnehmen. Zu Thalia wollte ich gar nicht erst rein. Das kostet immer so viel Geld. Aber ich hatte keine Wahl. Wenigstens bin ich tapfer gewesen und habe nur ein Buch gekauft. Vor einigen Jahren hab ich das mal kurz angelesen. Und gestern viel es mir dann wieder in die Hände. Es geht darin um den 13. Apostel (so auch der Titel des Buchs) und die Suche nach seinem Evangelium. Sehr witzig sind die Dialoge, welche die Hauptakteurin mit Gott führt. *g*
Hab dann noch ein paar DVDs ausgeliehen. Man muss ja auch mal für etwas Unterhaltung sorgen.

Die Rückfahrt gestaltete sich dann recht kostengünstig. Ich wollte gerade zum Fahrkartenautomaten gehen, als mich so ein komischer Vogel ansprach.
Ob ich nach Hamburg wolle, fragte er.
Ja. In die Richtung.
Er hatte ein Wochenendticket und nur zwei Mitfahrer. Schön, denke ich. Warum denn nicht? Mir war zwar nicht nach Gesellschaft (schon gar nicht nach stark angetrunkener), aber die halbe Stunde würde das schon gehen. Die drei kamen aus Berlin, von einer Veranstaltung der Gewerkschaft. Na klasse. Ich kann diesen Verein sowieso nicht ausstehen. Aber was solls. Ist ja nur ne halbe Stunde. Hab sie dann ja auch überstanden.
22.10.06 11:11


22. August 2006

Gestern war es also mal wieder soweit. Rosenstolz waren in der Stadt. Und wir dabei. Es war ein herrlicher Tag. Nachmittags ein wenig durch die Läden gezogen, erzählt und Spaß gehabt. Und das Konzert ist der Hammer gewesen. Ausverkauft und bis auf den letzten Platz besetzt. Die Stimmung war einfach genial. Und das Ganze in Begleitung von zwei Menschen erleben zu dürfen, die mir sehr viel bedeuten, krönte den Abend.

Einziger Wermutstropfen: Als ich mich ins Auto setzte und einen Blick in den Rückspiegel warf, konnte ich nichts sehen. Was schlicht daran lag, dass das Glas fehlte. Nachdem ich mich kurz geärgert hatte, bin ich dann heimgefahren und hab mir überlegt, wo ich möglichst schnell und preisgünstig ein neues Spiegelglas herbekomme. Dummerweise ist das auch noch ein Mietwagen.
Das Ganze hat sich dann heute morgen in Wohlgefallen aufgelöst. Nach einem Blick aus dem Fenster und auf das Auto bemerkte ich das Spiegelglas, welches auf der Windschutzscheibe lag. Zusammen mit einer Visitenkarte. Der Schelm war also wenigstens so ehrlich und hat die Polizei gerufen.
Es ist mir allerdings rätselhaft, wie der Spiegel auf der knapp vierzig Kilometer weiten Heimfahrt dort liegen bleiben konnte. Von der Visitenkarte ganz zu schweigen. Und wieso konnte ich beide so gekonnt ignorieren?
Hab dann heute mittag die Autovermietung angerufen und den kleinen Unfall gemeldet. Wenigstens entstehen mir dadurch keine Kosten. Das ist doch schon mal was.
23.8.06 23:02


Der Keks

Ich war heute zu Besuch bei meinem alten Herrn. Wir waren in einem Cafe, welches erst kürzlich eröffnet hatte und wollten es uns nur mal anschauen. Die Aussicht von dort ist umwerfend. Man hat einen wirklich traumhaften Panoramablick auf die Elbe.
Wir haben uns dann noch Kaffee und ein Stück Kuchen genehmigt. Mein alter Herr, seine Frau und meine Schwester hatten sich einen Kaffee und ein Stück Blechkuchen bestellt. Meine Schwester nahm ein Stück von ihrem Kuchen und sah zweifelnd in die Runde: "Den esse ich nicht". Daraufhin erntete sie verständnislose Blicke. "Der ist steinhart." sagte sie. Nach einem leichten Fingerdruck auf das Gebäck stand fest, dass es sich wohl um einen als Kuchen verkleideten Keks handeln musste. Also beschloss sie, ihn zurückzubringen. Was sie dann auch tat. Die Kellnerin nahm den Kuchen und sagte, sie würde nach einem ordentlichen Stück schauen. Allerdings schien der ganze Blechkuchen vertrocknet zu sein. Also blieb es dabei.
Als wir bezahlten, war der Kuchen auch nicht auf der Rechnung aufgeführt. Allerdings bekam die Kellnerin ein paar recht deutliche Spitzen von meinem Dad und meiner Schwester mit auf den Weg. Was mir allerdings nicht so sehr gefiel. Immerhin konnte sie nicht wirklich etwas dafür. Ich kann solche Aktionen nicht ausstehen. Es widerstrebt mir, einem Menschen mit Äußerungen oder anderen Aktionen zuzusetzen. Mag sein, dass es damit zusammen hängt, dass die Gefühle, welche mit solchen Aktionen hervorgerufen werden, postwendend bei mir landen. Und das muss ich nun wirklich nicht haben.
20.8.06 00:47


Stellengesuch

Wie ja schon erwähnt, werden bei uns zur Zeit neue Mitarbeiter gesucht. Daher hat sich heute wieder mal jemand gemeldet:

Ich habe vom Arbeitsamt einen Brief bekommen, dass sie Leute suchen. Da muss ich mich bei ihnen melden.
*Pause*
Das haben Sie ja jetzt getan.
Hehe. Ja. Ist die Stelle denn noch frei?
Ja. Ist sie.
*Noch 'ne Pause*
Ich muss aber dazu sagen, dass ich noch nicht anfangen könnte. Ich muss mit meinem letzten Arbeitgeber noch einiger klären. Das steht noch nicht fest, ob ich da weg bin. Und ich bin im Moment krankgeschrieben.
*An dieser Stelle kam eine ausführliche Beschreibung seines Gebreches, welche ich nicht wiedergeben kann, da meine Gedanken zu der Arbeit vor mir zurückkehrten.*
Dann schlage ich vor, Sie melden sich noch mal, wenn Sie wieder gesund sind. Dann schauen wir weiter.

Also ehrlich mal. Wenn der keine Arbeit sucht, soll es es doch sagen. Das würde nicht so lange dauern. Ich hab ja auch nicht ewig Zeit, mit Gott und der Welt zu telefonieren. Kunden schickt das Arbeitsamt...
17.8.06 22:56


Wie dumm muss man sein?

Im Moment werden bei uns wieder einige neue Leute eingestellt, was in erster Linie damit zusammenhängt, dass andere das Unternehmen verlassen. Voraussetzung hierfür ist, da es sich um Kraftfahrerstellen handelt, natürlich ein entsprechender Führerschein, der das Fahren von Lkws erlaubt. Einer dieser Neulinge ist ein paar Tage mitgefahren und sollte am Mittwoch das erste Mal alleine auf Tour gehen. Für mich der Zeitpunkt, um relevante Daten zu erfassen und die notwendigen Papiere zu prüfen. Als er mir seinen Führerschein vorlegte, stutzte ich und fragte, ob er sich darüber im Klaren sei, dass er damit keinen Lkw fahren dürfe. Er nahm ihn wieder entgegen, sah abwechselnd auf die kleine Plastikkarte und zu mir und murmelte irgendeine Erklärung, dass er den richtigen wohl zu Hause vergessen hätte. Ich setzte ihm ein Ultimatum und forderte ihn auf, den richtigen noch am selben Abend zu faxen und mir tags darauf im Original vorzulegen.
Nun, das Fax blieb aus. Weil das Faxgerät plötzlich kaputt gegangen sei, wie er mir erklärte. Ahja. Klar. Wie passend. Also sollte er Tags darauf vor Fahrtantritt eine Kopie im Briefkasten hinterlassen. Wie überraschand, dass auch das eine unlösbare Herausforderung war. Heute hat er es dann also endlich geschafft, mir eine Kopie mitzubringen. Nicht etwa das Original, welches man beim Führen eines Fahrzeugs stets bei sich zu tragen hat. Nein. Eine Kopie. Und zudem auch noch eine miserable Fälschung. Selbst, wenn ich mit extremer Kurzsichtigkeit geschlagen wäre, hätte das nicht annähernd ausgereicht. So was dilettantisches ist doch nun wirklich eine Beleidigung.
Mich würde ja mal interessieren, welche Ausreden er bei der nächsten Polizeikontrolle vorgetragen hätte. Aber das werde ich wohl nie erfahren.
10.8.06 22:22


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